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Produktion von drapilux mit STeP by OEKO-Tex® zertifiziert

Produktion von drapilux mit STeP by OEKO-Tex® zertifiziert

Nachhaltigkeit ist das Schlagwort der Stunde – auch in der Wirtschaft. Eine nachhaltige Welt erfordert jedoch eine neue Art des Wirtschaftens zum Schutz der Ressourcen und Umwelt. Das Textilunternehmen Schmitz Textiles, zu dem die Marke drapilux gehört, hat es sich zur Aufgabe gemacht, in jedem Produktionsbereich so grün wie möglich zu handeln. Das Engagement wurde nun durch die erfolgreiche Zertifizierung nach STeP by OEKO-TEX® belohnt.

STeP (Sustainable Textile Production) by OEKO-TEX® ist ein unabhängiges Zertifizierungssystem für Marken, Handelsunternehmen und Hersteller im Bereich der Textilindustrie. OEKO-TEX®, ein Zusammenschluss von 18 unabhängigen Prüf- und Forschungsinstituten für Textil- und Lederökologie aus Europa und Japan, entwickelt Standards für die Textil- und Lederindustrie sowie die zugrundeliegenden Prüfmethoden und Grenzwerte. Ziel ist es, ein Risikomanagement, den Verbraucher- und Umweltschutz sowie gesetzliche Konformität sicherzustellen. Neben dem Aspekt der Umweltfreundlichkeit untersucht STeP nachhaltige Produktionsbedingungen, den effizienten Einsatz von Ressourcen und Technologien sowie die Einhaltung von sozialverträglichen Arbeitsbedingungen. Die Prüfung umfasst sechs Module: Chemikalienmanagement, Umweltleistungen, Umweltmanagement, Soziale Verantwortung, Qualitätsmanagement sowie Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. Die Zertifizierung ist ein starkes Instrument zur kontinuierlichen Optimierung der Nutzung natürlicher Ressourcen und zeigt Wege auf, Prozesse effizienter zu gestalten. Durch die Transparenz und weltweite Vergleichbarkeit der Kriterien unterstützt STeP Endverbraucher und Händler bei der Auswahl des Textilherstellers. Schmitz Textiles kann so seinen Vorbildcharakter in allen Bereichen noch weiter stärken. „Nachhaltigkeit war schon immer ein wichtiges Thema bei Schmitz Textiles“, bekräftigt Stefan Ruholl, Geschäftsführer des Emsdettener Unternehmens. So hat der Textilhersteller bereits 2002 die ISO 14001 Norm implementiert, die die Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem festlegt.

„Die Zertifizierung nach STeP krönt unser Engagement noch einmal, da die Anforderungen über die gesetzlichen hinaus gehen und zum Beispiel Einsatzverbote für gewisse Gefahrenstoffe mit sich bringen“, führt Stefan Ruholl aus.  

Das Engagement von Schmitz Textiles für den Umwelt- und Gesundheitsschutz ist umfassend. So sind alle Produkte des Unternehmens made in Germany – sie werden am Produktionsstandort Emsdetten entweder hergestellt oder veredelt. Dies verhindert unnötige CO2-Emissionen, da Transportwege entfallen. Bei der Verpackung verwendet Schmitz Textiles ausschließlich Recycling-Kartonagen sowie Folien, die aus wiederverwerteten Reststoffen hergestellt werden.

Um Energie und Ressourcen zu schonen, setzt das Unternehmen 450 Messeinheiten ein, die eine Echtzeitanalyse der Produktionsprozesse ermöglichen. „So sind wir in der Lage, Unregelmäßigkeiten zum Beispiel bei Druck oder Temperatur zeitnah zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu definieren. Darüber hinaus können wir dadurch weitere Einsparpotenziale identifizieren“, sagt Stefan Ruholl. Frequenzumrichter an den Heizungspumpen sorgen beispielsweise dafür, dass bis zu 90 Prozent Strom gegenüber herkömmlichen Pumpen eingespart wird. Mit verschiedenen Wärmerückgewinnungsprozessen nutzt Schmitz Textiles andere Energien so gut wie möglich. So wird etwa die Abluft aus Veredlungsprozessen durch Verbrennung zu warmer Zuluft für Spannrahmen, während Kühlwasser nach Bedarf als Warmwasser eingesetzt wird.

Der Umgang mit Chemikalien spielt sowohl für den Umweltschutz als auch für die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter eine wichtige Rolle. Deswegen werden die Abwässer aus der Färberei abgekühlt, ph-neutralisiert und auf Sauberkeit überprüft, bevor sie in die Kläranlage gelangen. Ein internes Sicherheitssystem garantiert ein verantwortungsvolles und gesundes Arbeitsumfeld besonders bei der Verwendung und Entsorgung von chemischen Substanzen. Zudem erhöhen viele automatisierte Prozesse den Gesundheitsschutz und die Arbeitssicherheit, da sie einen möglichen Kontakt mit Gefahrenstoffen deutlich reduzieren.

Aufgrund der umfangreichen Maßnahmen und ihrer konsequenten Implementierung zeichnete OEKO-TEX® Schmitz Textiles mit dem STeP Zertifikat Level 3 (Best Practice) aus. „Für die erste Überprüfung ist das Ergebnis besonders gut. Wir sind sehr zufrieden“, so Stefan Ruholl. Der Textilhersteller setzt hohe Maßstäbe: In allen sechs Prüfungsmodulen erreicht Schmitz Textiles im globalen sowie lokalen Vergleich sehr gute Ergebnisse und steht in Einklang mit den höchsten Anforderungen des STeP-Standards. Umweltmanagement, Umweltperformance und Chemikalienmanagement liegen über dem Durchschnitt. Die Ergebnisse sind auch im Vergleich zum Betriebstyp sehr gut. „Durch eigene Recherchen und intensive Arbeit mit dem Verband Textil & Mode (Nordwest) haben wir uns viel Wissen angeeignet. Hierdurch ist es uns möglich, über gesetzliche Anforderungen hinaus zu gehen und verschiedene Bereiche für die Umwelt weiter zu optimieren“, erklärt Stefan Ruholl die hervorragenden Ergebnisse.

Auch in Zukunft will das Emsdettener Unternehmen mit gutem Beispiel vorangehen. „Getreu dem Motto der Gründerfamilie Schmitz ‚Der Zukunft verpflichtet – schon immer‘ werden wir uns bis zum nächsten Audit in drei Jahren noch weiter verbessern“, verspricht Stefan Ruholl. drapilux-Vertriebsleiter Hubert Reinermann ergänzt, dass auch die Produkte nachhaltiger werden sollen. So hat drapilux 2020 als erste der Schmitz Textiles Marken Artikel mit einem Anteil an nachhaltig produzierten Fasern präsentiert. Gemeinsam mit dem Garnhersteller Trevira arbeitet drapilux daran, das neuartige Garn weiterzuentwickeln und den Anteil des recycelten Materials zu erhöhen.

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